Das Emsland als Drehstandort

Klappe die Erste … und … Film ab!

 

Das Emsland als Drehstandort

 

Meppen, 27.08.2019 – Was haben Heike Makatsch, Florian Fitz, Armin Rohde und Hollywood-Actor David Gant gemeinsam? Sie alle besuchten schon das Emsland, um dort Filme zu drehen und quasi „nebenbei“ die tolle Landschaft und Gastfreundlichkeit der Emsländer zu genießen. Filme wie „Das Gelbe vom Ei“ oder der Kurzfilm „The last picture“ wurden unter anderem in Aschendorf und Haren in der deutsch-niederländischen Grenzregion gedreht. Kulissen für Film- und Fernsehproduktionen gibt es im Emsland zu Hauf: landschaftliche Weiten, mysteriöse Moorlandschaften, Hünengräber, historische Mühlen und Rathäuser sowie extravagante Locations wie das Barockschloss Clemenswerth in Sögel – in letzterem war kein Geringerer als Hape Kerkeling zu Gast für den Film „Willi und die Windsors“. Was das Emsland darüber hinaus besonders macht: in der Kleinstadt Haren ist ein Stuntteam unter der Leitung von Ralf Cordes ansässig, das die internationalen Filmteams professionell unterstützt. So war das Team beim Dreh zu „Die letzte Ehre“ mit Ralf Richter in Haren an erster Stelle mit dabei. Weiterführende Informationen unter www.emsland.com/drehort und www.stuntteam-haren.de.

 

Kein Film ohne Special Effects made im Emsland

 

Für Ralf Cordes ist es mehr als nur ein Job – inspiriert und geprägt von der Action Serie „Ein Colt für alle Fälle“ aus den 1980ziger Jahren lebt der gebürtige Emsländer seit über zwanzig Jahren seinen Traum, Stuntman zu sein. Dafür hat er einiges auf sich genommen – von der professionellen Stuntman-Ausbildung bis hin zum Rekord für den längsten Treppensturz über 179 Stufen. Branchennetzwerk und Action-Portfolio des Stuntteams Haren sind beachtlich: Western-Shows, Stunts mit Pferden, Verleih von Stunt-Waffen, Special Effects für Filmproduktionen, Explosionen und klassische Stunteinsätze zählen hierzu.

 

In diesem Jahr ist Ralf Cordes „in Action“ zu sehen beim Freilichttheater in Westerstede für das Ensemble der historischen Aufführung „Die Braut von Fikensolt“. Hierbei ist er für stimmungsvolle Nebeleffekte und Explosionen zuständig. Darüber hinaus hat er das Ensemble, das überwiegend aus Laiendarstellern besteht, für die Kampf- und Fechtszenen gecoacht. Auch das Stürzen muss professionell mit dem Stuntman trainiert werden, damit keine wirklichen Unfälle passieren. Maike Rosenboom, Darstellerin der Köchin Foline, ereilt in dem Stück ein tragisches Schicksal, stürzt sie sich doch aus Verzweiflung und Liebeskummer von der Burgmauer. „Neben der professionellen Vermittlung der Fall-Technik und der Ausstattung ist es noch wichtiger, Ängste zu nehmen und Vertrauen zu schaffen“, erklärt Ralf Cordes. Auch die Darstellerin Maike Rosenboom bekräftigt dies: „Bei meinem Mauersturz ist Ralf immer in der Nähe – das gibt Sicherheit.“

 

Präzision ist bei den Kampf- und Fechtszenen gefragt. Erfahrene Darsteller dürfen sogar mit echten Schwertern kämpfen. Eine gute und professionelle Technik ist daher von großer Bedeutung. Was auf der Bühne gefährlich und dennoch kinderleicht aussieht, ist das Ergebnis unzähliger Proben und Coachings mit dem Stuntman. Andreas Pätzold, Darsteller des smarten Junker Johann, weiß davon zu berichten: „Schon seit 17 Jahren sind Ralf und ich befreundet, unzählige Fecht- und Actionszenen haben wir gemeinsam choreografiert und geübt. Es macht Spaß, mit einem so profilierten und doch bodenständigen Trainer zusammen zu arbeiten.“

 

Über das Emsland
Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet das Emsland jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.